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Livebericht 18. Juli (Teil XI) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Ohm   
Samstag, 19. Juli 2008

Eigentlich sollte es heute früh losgehen, aber als wir in den strömenden Regen schauten, fingen wir doch an zu trödeln. Die Wirtin hat dann noch für uns die Wettervorhersage geschaut. Na ja die Aussichten waren nicht wirklich berauschend, aber wir hatten das Ziel ja abgesteckt.

Also ging es um 9:30 los. Der Regen hörte auf und wir konnten kurze Zeit später die Regenjacken wieder ausziehen. Da ging es doch gleich viel besser den Ochsenkopf nach oben. Auf 1025m waren wir oben. Die Sicht war recht bescheiden, aber den Asenturm konnte man noch gut erkennen. Gebaut 1923, die Innschrift: 'Wetter und Sturm trotzt der Asenturm - dies ihm gleich, mein Deutsches Reich'.
Der Turm steht ja auch noch...
Im Turm gab dann erst mal einen Capuchino um etwas zu entspannen. Danach ging es wieder ins Tal. Auf dem Weg nach unten mussten wir uns erst mal an Fällarbeiten vorbeiarbeiten. Abgespannte Seile sind mir ja immer etwas unheimlich, wenn ich es nicht se lber war. Also Räder durchs Unterholz tragen. Zum Glück war es nicht so viel, aber nun waren unsere Schuhe nass.

Unten fing dann der Regen an. Es wurde immer schlimmer, als wir in die zweite große Steigung einbogen. Nun ging es auf die höchste Erhebung des Fichtelgebirges, den Schneeberg. Die Steigung ging bis 20%. Aber erstaunlicherweise musste ich nicht absteigen.
1051m hoch ging es. Eigentlich noch höher, da wir auch noch den Aussichtsturm bestiegen haben. Glitschiger Naturstein nach oben. Da merkt man, das Radschuhe nicht fürs Wandern geeignet sind. Aber von so etwas lässt man sich natürlich nicht abhalten. Die Aussicht innerhalb der Wolke war dann allerding nicht so prickelnd, aber wenigstens waren wir ganz oben.

Dann ging es wieder runter. Diesmal allerdings einen Felsigen und verwurzelten Weg entlang. Vorbei an fazinierenden Felsformationen, wie zB. die 'Die drei Brüder'. Es sieht aus, als ob jemand mit riesigen Felsen Lego gespielt hat.
Nun start ete ein Beswerlicher Weg nach unten. Einen ganze Menge Tragestücke begannen. Und dabei musste man auch noch aufpassenen, das man auf den nassen Steinen nicht wegrutscht.

Endlich konnte man wieder aufsteigen und fahren. Endlich schafften wir auch mal wieder etwas Strecke. Nach der langen Abfahrt kehrten wir beim Italiener ein. Endlich mal Nudeln. Aber komisch war er schon. Als ich einen Latte M. Bestellte, da meinte er das ist so ein Großer, ob ich den wirklich haben wollte... Wir fahren zwar Rad, aber sowas...

Nun gings eigentlich ganz gut vorran, aber langsam wollten wir endlich ankommen. Selb war schon ausgeschildert, abefr das war ja erst das zweite Ziel. Erst mussten wir noch an die Tschechische Grenze. Natürlich führte uns der Weg noch einmal über einen Berg, aber wir schafften es dann doch. Geschafft, weiter nach Osten geht es nicht. Das Ende der Welt ist erreicht (Na ja nicht ganz, aber für mein GPS schon, hier fängt unbekanntes Gebiet an. Keine Strasse n, alles Weiss (hoffentlich fallen wir jetzt nicht runter), also doch das Ende der Welt ;-).
Der Grenzstein trägt das Datum 1754, aber davor war noch ein viel älterer, jedenfalls sah der so aus.

Das wäre geschafft. Auf die letzten km nach Selb zurück. Die erste Gaststätte hatte kein Zimmer mehr frei, aber die Wirtin telefonierte noch mal: 'Ich schick Dir hier mal zwei kesse Burschen vorbei. Die sind mit dem Radel unterwegs..' Da können wir uns ja noch ein wenig drauf einbilden :-)

So nun werde ich diesen Livebericht beenden. Ich freu mich nach 7 Tagen auf dem Rad auf meine Frau, meine beiden Kater und darauf, dass ich nicht jeden morgen aufs Rad steigen muss. Zwar kommen noch ein paar Trainingseinheiten bevor es zum 24 Stunden Rennen nach Duisburg geht.

Hier noch unsere Statistik von heute. Demnächst kommt dann auch noch mal eine über alle Tage.

Aufstieg gesammt: 1303m
gefahrene Kilometer:66,0km
Schnittgeschwindigkeit: 12,3
Höhe max 1 047 (aber der Turm war höher als 1051)
Höhstgeschwindigkeit: 50,5

Mal sehen was die nächste Tour wird.

 

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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 6. Februar 2009 )
 
Livebericht 17. Juli (Teil X) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Ohm   
Donnerstag, 17. Juli 2008

Heut morgen wollten wir beide nicht weiter. Es regnete draußen in Strömen. Anscheinend hatte uns das Wetter doch eingeholt. Also ließen wir uns beim Frühstück etwas mehr Zeit als sonst. Die Wirtin war der Meinung das es gleich aufklaren wird. Und tatsächlich hörte der Regen kurz vor unserem Start um 9:30 auf. Frohen Mutes rollten wir ins Tal hinunter. Gut das wir unsere Jacken angezogen hatte, sonst wären wir sicherlich erfrohren, aber so ging es ganz gut.

Dann ging es einen super engen Wurzeltrail entlang. Zwischenzeitlich mit steilen Treppen. Da half es nichts und man musste auch mal das Rad Schultern.

Zur Pause hielten wir dann an einer Wassermühle an. Die tauchte im absoluten niergendwo vor uns auf. Als wir von dort wieder aufbrachen fing der Regen leider wieder an. Nun bekammen unsere Rucksäcke erst mal ihre Regenhauben übergestülpt. Leuchtend gelb... Übersehen konnte man uns jetzt jedenfalls nicht mehr.

Nach 40km erreichten wir Gesees im strömenden Regen und retteten uns erst mal ins Gasthaus. Der Wirt lachte sich kaputt, das wir als Ziel echtes Zonnenrandgebiet (Selb) ausgewählt haben. Als wir es ihm erklärten musste er erst einmal jemand anrufen und wir hörten nur so etwas wie: Es gibt eine total komische Radroute, die die MTBler hier vorbeiführt...

In Haag machten wir noch einmal kurz Stopp um uns auf die letzten 400 Höhenmeter vorzubereiten. Dann ging es auf eine lange Steigung, die wir ganz schön schnell hinauffuhren. Beide wollten wir endlich das Etappenziel erreichen.
In Bischofsgrün, auf 691m Höhe, machten wir Station. Ich musste nach einem Zimmer fragen, da ich nicht ganz so schlimm aussah wie Hergen, der immer über meine Schutzbleche lästert. Aber heute konnten sie zeigen wofür sie gut sind. Ich hatte jedenfalls keinen Dreck im Mund :-)
Unsere total verdreckten Räder stehen mittlerweile im Hausflur, denn der Koch konnte gut verstehen, das wir sie nicht draußen stehen la ssen können.

Jetzt werden wir uns erst einmal auf unsere morgigen geologischen Höhepunkte vorbereiten. Es stehen zwei 1000m Berge auf der Liste: der Ochsenkopf und der Schneeberg. Mal sehen wie das wird.


 
So und nun noch unsere hoffentlich vollständige Statistik:
Höhenmeter bergauf: 1597m
gefahrene km: 84,0
Höhstgeschwindigkeit: 62,6
Schnittgeschwindigkeit: 13,2
Max Höhe: 691m

 

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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 6. Februar 2009 )
 
Livebericht 16. Juli (Teil IX) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Ohm   
Mittwoch, 16. Juli 2008

Nach einer Nacht die nicht ganz so erholsam war, da draussen entweder ein Generator oder eine Pumpe lief und auch die Autos auf dem Kopfsteinpflaster waren nicht wirklich leise, machten wir uns gegen 9 Uhr auf den Weg.

Erst einmal ging es immer hoch und runter durch kleine Waldwege. Man war das anstrengend. Wegen den ganzen Löchern und Wurzeln bin ich die meiste Zeit im Stehen gefahren und habe immer neidisch auf das Fully von Hergen geschaut. Nach 16km verließen wir dann endlich den Wald und tranken erst einmal einen Capuchino in Uehlstadt.
Ab jetzt hieß es erst mal etwas Kilometer auf Asphalt fressen um dann an zahllosen Fischteichen vorbei. Die alten Mönche wußten schon wie sie die Fastenzeit überbrücken konnten ;-)

Nun kam ein kurzes Stück am Main-Donau-Kanal entlang. In Hausen genehmigten wir uns erst mal eine Fränkische Spezialität. Teigklumpen mit Luft in der Mitte. Ich glaube er hieß Quartschen.

In Kirchehrenbach fande n wir direkt vor dem Anstieg noch ein Wirtshaus wo wir uns erst einmal Leberkas geholt haben. So gestärkt ging es auf den Walaberg. Die Beschreibung sagte: sehr steile Anstiege. Verzweifelt versuchte man die Schaltung dazu zu überreden doch noch einen kleineren Gang bereit zu stellen. Gleichzeitig musste der Leberkas seine Wirkung tun. Oben waren dann steile Abhänge auf beiden seiten und ein Kletterer hätte Sicherlich seine freude gehabt. Wir schauten nur vorsichtig in die Tiefe.
Ab ging es in einer rasanten Fahrt nach unten. Hergen war schon nicht mehr zu sehen und ich versuchte gerade an zwei Wanderen vorbei zu fahren. Die rissen aber die Arme hoch und riefen: Ihr Kollege ist da oben abgebogen... hab ich ein Glück. Das hätte ich erst viel später gemerkt und das wären sinnlose Höhenmeter gewesen.


Man merkt das wir mittlerweile in der Fränkische Schweiz gelandet sind. Die Berge werden höher und sind auch enger beieinander. Als wir eigentlich dachten die Etappe ist nahezu beendet, kam doch noch der Wichsenstein. Man war der steil und lang. Auf dem Weg nach oben mussten wir unter einem riesen überstehenden Felsen durch.

Oben ging es erst mal ein wenig auf dem Bergkamm entlang und mittlerweile entspannen wir uns in einem Biergarten und überlegen, ob wir weiterfahren, oder vielleicht doch hier bleiben und die Füsse hochlegen. Meine Beine wären nicht böse drum.
Nach einem Radler entschlossen wir uns dann auch endgültig den Tag im Gasthaus zum Felsentor in Etzdorf - Türkelstein zu beenden.
Das verdiente Bierchen schmeckt jetzt auch hervorragend :-)

Statistik
Höhenmeter bergauf: 1312m
Höhe max: 552m
Höhstgeschwindigkeit: 64,5
Schnittgeschwindigkeit: 14,8

(Nachtrag: Einige Stunden später)

Nach dem hier die schon 3 Beschwerden wegen den fehlenden Gefahrenen km angegommen sind. Muss ich doch jetzt schon den fehlenden Wert nachreichen:

Gefahrene km: 82,5km

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 6. Februar 2009 )
 
Livebericht 15. Juli (Verspäteter Teil VIII) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Ohm   
Mittwoch, 16. Juli 2008
Heute gibt es mal nur einen Teil.

Um 9:30 ging es nach einem reichlichen Frühstück los Richtung Würzburg. Nach gerade mal 11km waren wir auch schon da und zurück auf unserer eigentlichen Route. Auf dem Marktplatz haben wir uns bei strahlendem Sonnenschein erst einmal einen Latte Macc... Gegönnt.
Danach ging es an der Residenz vorbei wieder auf den Mainradweg. Eigentlich dachte ich es geht noch eine ganze Weile daran lang, aber dann wäre es ja keine MTB Tour. Also abbiegen und gleich die Weinberge erklimmen. Oben mussten wir auch sofort einen Aussichtsturm besteigen und den Rundblick genießen.
Dann sagten wir dem Main auf Wiedersehen und fuhren durch endlose Getreide- und Maisfelder. Dann konnten wir schon Kilometerweit sehen wo der Weg weitergeht. Genau ein Berg weit und breit und die Gewissheit, das wir genau oben drüber fahren werden. Also kurbelten wir 260 Höhenmeter nach oben auf den Schwanberg. Mal wieder eine wunderschöne Aussicht u nd dort wollten wir auch Pause machen. Aber oben gab es nur ein winziges Cafe ohne Aussicht. Also ging es doch weiter. Jetzt wieder durch Weinberge nach unten ins Tal. Aber auch dort war keine Möglichkeit irgendwo einzukehren.
Egal einfach weiter in den nächsten Berg. Nur unsere Wasserforräte machten gingen langsam zu Ende. Nach dem nächsten Berg konnten wir entweder einen riesen Umweg in den nächsten Ort machen, oder weiter auf unserer Strecke bleiben. Drei mal dürft Ihr raten was wir gemacht habe. Auf ging es auf den Schlossberg (ich glaube davon gibt es viele). Oben zeugt noch eine alte Ruine von der damaligen Größe.
Hier tranken wir dann unseren letzten schluck Wasser und hofften auf eine Einkehrmöglichkeit im Tal. Aber wie das Leben so spielt fanden wir nur ein geschlossenes Cafe. Zum Glück haben wir dann zwei Mädchen bei den Hausaufgaben gesehen, die uns die Flaschen wieder aufgefüllt haben.

In Castell wollten wir endlich Mittag machen, aber dort war kei n Wirtshaus offen. Nach fragen hieß es nur über den Berg rüber und dort sind ganz viele. Endlich oben ging unsere Route aber ab und auf den Friedrichsberg mit Gasthof... Geschlossen, wie unfair, aber dafür tolle und sehr lange single Trails. Man kann einfach nicht alles haben.
Irgendwann waren die Batterien von meinem GPS leer und ich rief Hergen noch hinterher, dass ich die Akkus tausche. Ich fand mich auch echt schnell beim wechseln, aber anscheinend hat er mich nicht mehr gehört und kam mir irgendwann wieder den Ber hoch entgegen. Er hatte schon die ganze Zeit gesucht, ob ich links oder rechts im Graben liege. Und dabei waren es doch nur die Akkus. Ich konnte mir ganz schön was anhöhren...

Nach 85km fanden wir einen kleinen Biergarten. Super gemütlich und sehr lustig. Hier wollten wir eine Kleinigkeit essen, aber Strammer Max (für Hergen) und Rühreier mit Speck und Brot für jeweils 4EUR waren eine mehr als Ausgewachsene Mahlzeit. Dazu noch eine halbe Spezi und z wei halbe Radler haben am Ende mal gerade 8,50EUR gekostet. Wir sind wirklich auf dem Land.
Gestärkt begaben wir uns auf die letzten km nach Burghaslach am Rimbach.

Statistik für heute
Gefahrene Höhenmeter: 1342m
Gefahrene KM: 92,9
Durchschnitt: 14,2
Höchstgeschwindigkeit: 108,4 (ich glaub der Tacho spinnt, GPS sagt 55,9)

Viele Grüße

Fidi & Hergen

PS. Eplus, so nah als wär man da, leider kann ich nicht so weit werfen. Kein Empfang. Also wird der Bericht wohl erst später ankommen.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 6. Februar 2009 )
 
Livebericht 14. Juli (Teil VII) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Ohm   
Montag, 14. Juli 2008
Nach einem ausgedehnten Mittag ging es für uns dann weiter am Main entlang Richtung Würzburg. Der Wind hatte sich auch etwas gelegt, wodurch das Fahren wieder angenehmer wurde.

Als wir uns dann drauf vorbereitet hatten keine Berge mehr zu überqueren, mussten wir auch schon abfahren und wieder einen Berg am Ufer hinaufklimmen. Laut fluchend, jedenfalls so lange noch genügend Luft zum Fluchen da war, traten wir gegen den Berg an. Oben wurden wir dann aber durch wunderschöne Ausblicke belohnt und wir wussten, dass wir nun in einer Weingegend gelandet sind (siehe Bild).
Danach kam gleich die zweite belohnung mit einem tollen Singel Trail direkt an der Berkannte entlang. Hier hieß es höllisch aufpassen, da es rechts von uns 150m steil nach unten ging. Kaputt aber Glücklich ging es weiter.

Um meine Cousine zu besuchen mussten wir den Main mal wieder überqueren. Gar nicht so einfach ohne Brücke. Aber zum Glück konnten wir über eine Schleuse auf die andere Seite gelangen. Dumm nur das wir schon wieder bergauf mussten. Der kürzeste Weg bereitete uns aber noch mal ein Runumblick von der höchsten Stelle...

Nur knapp eine Stunde später als gedacht erreichten wir dann aber unser Ziel in Rimpar, wo wir dann auch endlich unsere Sachen waschen konnten.

So und nun noch schnell unsere Statistik für diesen Tag:

Höhenmeter: 1596m
gefahrene km: 101,0
Höhstgeschwindigkeit: 60.4
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14,4
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 6. Februar 2009 )